Blutegeltherapie


Die Blutegeltherapie ist ein jahrtausendealtes Heilverfahren.
Alte Sanskritaufzeichnungen, belegen schon um 1000 v. Chr. die Zucht und Therapie
mit Blutegeln. Auch in Berichten aus der Antike wird sie erwähnt.
Im 1 Jahrhundert v.Chr. beschreibt Themison von Laodica die Blutegeltherapie,
im Mittelalter Hildegard von Bingen.
Der Indische Gott Dhanvantari hält einen Blutegel in einer seiner vier Hände,
und im englischen hießen die mittelalterlichen Heiler „Leecher“, leech = Blutegel.
Diese Beispiele zeigen wie tief die Blutegeltherapie in der Geschichte der Heilkunst
verwurzelt ist. Das Wort „Egel“ stammt vom griechischen Wort „echis“ ab,
was „kleine Schlange„ heißt. Sie gehören zu den Ringelwürmer (Anneliden), und sind
mit unseren Regenwürmern verwand.

Die Blutegeltherapie zählt zu den sogenannten ausleitenden Verfahren.
Sie wird auch kleiner Aderlass genannt. Aber im Gegensatz zum Aderlass gibt der Egel
auch Stoffe in die Wunde ab.
Diese Stoffe machen die Blutegeltherapie so wirkungsvoll.
Viele der Inhaltsstoffe hat die Wissenschaft inzwischen identifiziert,
aber warum genau dieser Cocktail so gut wirkt, ist noch nicht entschlüsselt.
Aber selbst in der Schulmedizin wird der Blutegel als Mittel zur Behandlung von
Arthroseschmerzen anerkannt.
Seit einigen Jahren werden Blutegel als Fertigarznei nach § 4 Absatz 1 AMG gelistet.

Der medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis) wird gezüchtet. Die Zuchtstätten
unterliegen strengen und ständigen Kontrollen.

Der Biss des Blutegels ist etwa so schmerzhaft wie ein Mückenstich.
Die Bisswunde hat die Form eines Mercedessterns und blutet bis zu 12 Stunden nach.
Dieses Nachbluten gehört mit zur Therapie. Dadurch reinigt sich die Wunde,
die Wundheilung wird angeregt, und bei entzündlichen Prozessen
wird das Gewebe entlastet.



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