Kräuterheilkunde


Das Heilen mit Kräutern hat eine lange Tradition. Die Kräuterheilkunde ist die älteste
Medizin der Menschheit. Schon unsere Ururvorfahren in der Steizeit haben Kräuter
gesammelt und als Medizin verwendet.Darauf lassen Funde in Höhlen schließen.
Hildegard von Bingen, Paracelsius und Sebastian Kneipp, diese Namen sind uns allen
geläufig, sie haben sich um die europäische Kräuterheilkunde verdient gemacht.
Leider ist ein Großteil unseres Kräuterwissens in Vergessenheit geraten, begünstigt durch
die europäische Geschichte. Die Römer haben die alten Götter verboten und damit das
Wissen der Prister. Ein weiterer Teil ist der Christianisierung und danach der Inquisition
zum Opfer gefallen. Aber auch die Entwicklung der Naturwissenschaft, mit ihren
„logischen“ Erklärungsansätzen hat die "Volksmedizin" abgelehnt. So ist unser altes
Wissen um die Heilkraft der einheimischen Kräuter in Europa stark geschrumpft.
Das ist einer der Gründe, weshalb uns die chinesische Kräuterheilkunde so fasziniert,
denn hier gibt es schriftliche Aufzeichnungen die über 2000 Jahre alt sind.
Die chinesische Medizin kann uns viele Anhaltspunkte liefern um unsere einheimischen
Heilkräuter wieder zu entdecken.
Viele Heilkräuter erleben heute eine Renaissance. Die Wissenschaft kann die Wirksamkeit
immer häufiger nachweisen. Oft sind Pflanzen besser verträglich als die künstlichen
Einzelwirkstoffe. Denn Pflanzen bestehen nie nur aus einem Wirkstoff, sondern aus
einem ganzen Cocktail. Die einzelnen Wirkstoffe verstärken sich gegenseitig oder
erhöhen die Verträglichkeit.
Viele unserer modernen Arzneimittel gehen auf das Wissen um die Heilkraft der Kräuter
zurück. Das Schmerzmittel „Aspirin“, mit dem Wirkstoff Azetylsalicylsäureist,ist hier ein
gutes Beispiel. Schon die German, Kelten, Römer, Griechen und auch die Indianer
wussten nachweislich, dass sich aus der Rinde des Weidenbaumes ein schmerzlinderndes
und fiebersenkendes Mittel herstellen lässt. Der lateinische Name der Weide ist "Salix",
deshalb heißt der Wirkstoff Salicylsäure. Der Name „Aspirin“ leitet sich von einer weiteren
Pflanze ab, dem Mädesüß, auch "Spir"staude genannt, ihre Blüten enthalten Salicylate.

Kräuter können sehr unterschiedlich als Tee, Tinktur, Salbe, Frischsaft, Breiumschlag,
Kapsel, Tablette oder Räucherwerk angewendet werden.



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